jeudi 27 octobre 2011

Les chemins vers Byzance



http://www.landesmuseum-mainz.de/enid/c150e96cf3708d86f7163c8c19051eb5,0/Ausstellungen/Wege_nach_Byzanz_uy.html

Les chemins vers Byzance  - Exposition à Mayence

du 6 Novembre 2011 au 5 Février 2012

Empire byzantin - civilisation ou empire décadent?

Constantinople, aujourd'hui Istanbul, a été pendant plus de 1000 ans, le centre de la civilisation byzantine, qui est essaimé dans son pourtour.
L'Empire byzantin, comme il est appelé depuis le 16 Siècle, était d'une importance primordiale pour l'Europe d'aujourd'hui, la culture byzantine en Europe occidentale et centrale, actuellement largement ignorés.
Pour l'identité culturelle d'une Europe unifiée, l'élément byzantin prend de plus en plus d'importance.

L'exposition présente des objets de luxe en ivoire, or, argent ou des soies, mais aussi des objets du quotidien tels que des céramiques, toutes les nombreuses facettes de l'histoire byzantine et de sa culture au-delà des stéréotypes courants.



Le titre de l'exposition doit être pris à la fois littéralement et au figuré pour
En premier lieu, il y a diverses routes venant principalement de l'Occident européen pour se rapprocher de la culture byzantine, comme les itinéraires de pèlerinage, les routes commerciales et les croisades.
D'autre part, les chemins sont aussi dans un sens métaphorique:
Comment et pourquoi les savants byzantins étaient ils approchés?
Comment séparer le 16 siècle en ignorant les apports "byzantins"?
Les approches scientifiques des premiers collectionneurs d'antiquités byzantines aux chercheurs d'aujourd'hui sont également à prendre en compte.

Les «chemins de la recherche» aboutiront ainsi à une nouvelle vision de l'histoire que le public devrait connaître.

 
Das Fragment eines Kamms zeigt Christus zwischen Petrus und Paulus. Es gilt als älteste Elfenbeinschnitzerei nach dem Bilderstreit.
Staatliche Museen zu Berlin - Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst (Photo: J. Liepe)




Est-ce que vous savez d'où vient le mot Istanbul ?

Lorsque les Turcs conquirent Constantinople, ils virent sur le chemin menant à la ville les signes «eis ten polin». Ils décidèrent de faire de Constantinople la capitale de leur empire et baptisèrent la ville «Istanbul». Toutefois, ils n’avaient pas conscience en faisant ce choix que les mots «eis ten polin» signifiaient «à la ville» en grec.
Ceci dit l'emploi d'Istanbul à l'époque ottomane était pas dominant du moins seulement tardivement mais c'était plutôt son appellation d'origine byzantine , Constantinople (Al Kostantiniye).

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Byzanz | Gold, Elfenbein und Edelsteine schimmern: Die undeskunsthalle lässt „Pracht und Alltag“ des Kaiserreiches wiederauferstehen.
Von Michael Thumser
Halskette, vermutlich aus Konstantinopel, gefertigt um das Jahr 600.
 
Bonn - Eigentlich war der Kreuzzug nach Ägypten unterwegs. Dann aber änderten die 35 000 Krieger aus Frankreich, Flandern und Venedig die Richtung: Konstantinopel hieß der neue Kurs. Profitabel konnte man sich dort in Streitigkeiten um den Kaiserthron einmischen; und überhaupt waren, spätestens seit der Glaubensspaltung von 1054, die "Lateiner" aus dem Westen den "Griechen" im Osten nicht grün.
Also kämpften Christen gegen Christen in einem gar nicht heiligen Krieg. Am 9. April 1204 begann das Heer, die riesige Stadt hinter ihren gewaltigen Mauern zu attackieren. Drei Tage lang, ausgefüllt mit sadistischen Gräueln und beispielloser Kunstvernichtung, ließen die Plünderer ihrer Gier die Zügel schießen. "So groß war die Beute", notierte ein Zeitgenosse, "dass sie sich jeder Beschreibung entzieht: alle Schätze, die die Welt je sah."
In die Historie schrieb sich Byzanz durch seine Untergänge ein. Erst in zweiter Linie verzeichnet sie Reichtum und Gepränge, wodurch das Kaiserreich am Bosporus, mit Konstantinopel, dem heutigen Istanbul, als alles entscheidendem Macht- und Handelszentrum, eine beispielhaft blühende Kultur entfaltete. Im heutigen kollektiven Geschichtsgedächtnis findet Byzanz, "Ostrom", wenig Halt: An Schulen hier zu Lande fällt selten mehr als sein Name.
Staunen und wundern
Die Zeugnisse seiner Kunstfertigkeit machen mehr Eindruck als die schwer überschaubaren Geschicke des Reichs. Nun rückt, in der Bundeskunsthalle in Bonn, eine Ausstellung beides ins Bewusstsein: "Byzanz" heißt sie und gibt dessen "Pracht und Alltag" dem Staunen und Wundern preis. Viele der Kostbarkeiten prägen sich auf den ersten Blick dem Auge ein - während der Kopf die oft sperrigen Herrschernamen nicht behält: Konstantin VII. Porphyrogennetos, Nikephoros III. Botaneiates, Johannes VI. Kantakuzenos ... Buchstabierübungen.
Doch die Mühe lohnt. Kaum überschätzen lassen sich Verdienst und Wichtigkeit des unerhörten Machtgebildes an der kleinasiatischen Nahtstelle zwischen West und Ost. Tausend Jahre hindurch stand es, mal mehr, mal weniger wehrhaft, dem Drängen von vielerlei Aggressoren entgegen: Perser, Araber, endlich die Türken arbeiteten sich über Generationen an seinen Gräben und Bastionen ab - während im Sturmschatten der so gut wie fortwährenden Kriege das westliche Abendland eigene Lebens- und Staatsformen ausbilden konnte.
Von Byzanz ging die Slawen-Mission aus, dann die der Russen. Für die kyrillische Schrift und eine volkssprachliche Fassung der Bibel schufen zwei christliche Sendboten, Kyrill und Method, die Grundlagen. Byzantinischen Glaubensformen verdankt die Ostkirche ihren Kultus, doch auch Mönchtum und Mystik im Westen ließen sich stark beeinflussen. In Konstantinopel haben Gelehrte, Schreiber, Künstler und Poeten das geistige - und übrigens auch juristische - Erbe der Antike fruchtbar gehalten und weitergegeben.
Stoff für viele Fakultäten
Im edlen, einsichtig formulierten und üppigst bebilderten Katalog-Bildband zur Bonner Schau zählt deren Kurator Falko Daim auf, dass Archäologen und Geschichtswissenschaftler, Kunsthistoriker, Orientalisten und Theologen sich um ein angemessenes Verständnis jenes Reiches bemühen, das allzu lang als dekadent, faulig und selbstmörderisch galt; das Wort vom Byzantinismus hielt sich als Synonym für Kriechertum und Speichelleckerei. Dass sich die Byzantinistik der Gegenwart in so viele Fachrichtungen teilt, erleichtert dem interessierten Laien den Einblick nicht eben.
"Römisches Staatswesen, griechische Kultur, christlichen Glauben" benannte Georg Ostrogorsky, einer der führenden Köpfe in der einschlägigen Forschung, als Hauptquellen fürs "zweite Rom". Als das sahen die Byzantiner ihre Hauptstadt und nannten sich selbst stolz Rhomaioi - "Römer" statt "Hellenen" -, wenn auch die Mehrzahl Griechisch sprach. Auf das uralte und ziemlich nebensächliche Städtchen Byzantion - und seinen sagenhaften Gründer Byzas - geht der Name zurück. Roms Kaiser Konstantin der Große baute die Siedlung ab 330 als seine eigene Stadt aus: Konstantinopel.
Das Römische Reich zerbrach 395 unwiderruflich; 476 ging der Westteil unter. Von Konstantinopel aus gelang Justinian I. - dem Erbauer der Hagia Sophia - noch einmal eine renovatio imperii, die Wiederherstellung einstiger Herrschaft über den Mittelmeerraum. Bald regierte der jeweilige Kaiser - basileus - unumschränkt, verbrämt durch ein einschüchterndes, mit schimmerndem Gold und Inszenierungs-Coups trickreich ausstaffiertes Hofzeremoniell.
Nach tiefen Krisen bewahrte Herakleios ab 610 Byzanz durch Reformen der Verwaltung und der Armee vor dem Chaos. Unter Michael I. fand es - aufgebracht durch die Krönung eines weiteren Kaisers im Westen, Karls des Großen - 812 doch noch zum Ausgleich mit dem Frankenreich. Mit Basileios II., der 1014 die angreifenden Bulgaren bezwang, stand Byzanz auf der Höhe seiner mittelalterlichen Strahlkraft.
Doch von der furchtbaren Niederlage gegen das westliche Kreuzfahrerheer erholte sich Ostrom nie mehr. Zwar vermochte Michael VIII. Palaiologos 1261 Konstantinopel zurückzugewinnen, doch durfte er nicht daran denken, an frühere Autorität anzuschließen. Awaren, Slawen und Araber, Bulgaren und Petschenegen, Seldschuken und Normannen, Serben oder Osmanen hießen die Völker, die das Reich durch Besetzungen oder im offenen Feldzug anfielen, ohne dass es seinen Schwund dauerhaft hätte aufhalten können. Hinzu kamen abträgliche Zerwürfnisse im Innern, vom "Bilderstreit", der im achten und neunten Jahrhundert Kunstwerke in unabschätzbarer Zahl vertilgte, bis zum Bürgerkrieg des vierzehnten.
1452 schlossen die Türken einen Belagerungsring um die Stadt - die schwerste, nicht zu bestehende Prüfung für Byzanz, das aus kaum mehr noch als der Haupt- und Weltstadt selber bestand. Sultan Mehmed II. brachte das größte bis dahin gegossene Geschütz in Stellung, acht Meter lang und zum Verschießen von zentnerschwerer Munition geeignet. Sechs Wochen lang hielten die Bollwerke. Dann, am 29. Mai 1453, drangen die Angreifer ein. Konstantin, der letzte Kaiser der Stadt und der elfte mit ihrem Namen, starb mit Abertausenden Soldaten. Neuerlich, und wiederum drei Tage lang, verfiel die entthronte Metropole der Willkür von Plünderern.
Vor Schreck war das Abendland starr. Das osmanische Reich setzte sich in Europa fest und machte Konstantinopel zur - multikulturellen - Residenz: Fortan blieb die "Türkengefahr" das brisante Dauerthema des Westens. In Russland übernahm Iwan III., der Große, vermählt mit der Nichte des letzten Herrschers von Byzanz, das dortige Hofzeremoniell. Als Erster nannte er sich Zar - Cäsar - und die Stadt Moskau als Universalerbin das "dritte Rom".


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